Webstart, Java FX: Clevere Lösungen für BBj seit Release 18.10

 

Oracle’s Java 2019 –
Die wichtigsten Änderungen für BBj-Anwender

 

Hier finden Sie Informationen zu Oracle’s Änderungen rund um Java. Webstart und Java FX sind nicht mehr im Installationspaket enthalten und manches wird kostenpflichtig. Wir haben uns das genau angeschaut und clevere Lösungen für BBj zusammengestellt:

 

Oracle’s Java wird für die betriebliche Nutzung kostenpflichtig

Alle gewerblichen Nutzer von Oracle’s Java Versionen, die ab Januar 2019 erscheinen, müssen mit Oracle einen entsprechenden gebührenpflichtigen Lizenzvertrag abschließen. Für Privatanwender und Entwickler bleibt die JVM von Oracle kostenfrei.

Für den BBj Anwender bedeutet dies, dass er zunächst die letzte in 2018 erschienene Java 8 Release-Version noch einige Zeit in 2019 betreiben kann, sich aber zeitnah mit dem Thema beschäftigen muss, um bald in 2019 seine Systeme und Rechner mit sicherheitskritischen Updates, die Oracle dann nur noch gegen Geld lizenzieren wird, versorgen zu können.

Die Lösungen für BBj: Führen Sie ein Update auf eine BBj Version ab Release 18.20 durch, die Open JDK unterstützen. Alternativ können Sie Oracle’s Java erwerben.

Weitere Informationen von Oracle hierzu finden Sie z.B. unter https://www.oracle.com/de/corporate/pressrelease/java-se-subscription-offer-2018-06-25.html und https://www.oracle.com/assets/java-se-subscription-pricelist-5028356.pdf

 

Ab Oracle Java 11 fällt Webstart weg

Da BBj mit seinem Desktop-ThinClient typischerweise per Webstart und JNLP-Datei gestartet wird, besteht hier bald Handlungsbedarf.

Die Lösungen für BBj: Ein erster Schritt in Richtung des neuen, geplanten ThinClient-Startmechanismus steht bereits seit einiger Zeit mit dem JNLP-exe-Packer Plug-In zur Verfügung. Es kann bereits ab Version 18.10 mit dem Plug-In-Manager von BBj installiert werden.

Mit dem Plug-In kann für eine bestehende JNLP-Definition im Enterprise Manager ein Client-Paket zusammengestellt werden, das eine Version der JRE enthält und so – unabhängig von anderen auf dem Windows-Rechner des Anwenders installierten Java Versionen – den BBj Thin Client starten kann. Eine gepackte Client Version vermeidet beim Start die intensive Kommunikation des Client-Rechners mit dem Server, einschließlich der zeitaufwändigen Zertifikatsprüfungen. Dadurch kann der Start der Anwendung deutlich beschleunigt werden, was einen zusätzlichen Nutzen dieses Plug-Ins darstellt. Infos zum Plug-In-Manager und seiner Verwendung finden Sie unter https://www.bbj-plugins.com/en/get-started

Die Kollegen bei BASIS arbeiten bereits daran, diesen Client-Packer für OpenJDK 11 vorzubereiten, und außerdem auch Client-Pakete für Apple Mac und Linux Clients erstellen zu können.

Parallel untersucht BASIS momentan noch, inwieweit das Open Source-Projekt “IcedTea”  eine weitere Alternative für BBj-Installationen darstellen können. Unsere Kunden dürfen also auf eine rechtzeitige Lösung aus der Hand von BASIS vertrauen.

 

JavaFX ist nicht mehr Bestandteil der Java-Installationspakete

Oracle wird im Zusammenhang mit der Einführung von Lizenzgebühren die Pakete von JavaFX nicht mehr mit Java selbst zusammen liefern. JavaFX muss also künftig nachinstalliert werden, sofern es benötigt wird.

Es gibt in BBj einige Komponenten, unter anderem den bisherigen HTML View und den HTML Editor, die JavaFX einsetzen. BASIS arbeitet daran, die interne Abhängigkeit von JavaFX weiter zu reduzieren, z.B. im HTML Editor. Nach unserem Kenntnisstand bleibt JavaFX aber weiter Open Source und kostenfrei.

Die Lösungen für BBj: Nachdem BASIS bereits in BBj 18.10 als alternative HTMLView Komponente den Chromium Browser eingebaut hat, steht ab sofort damit ein sehr viel leistungsfähigerer Browser zur Verfügung, der schnelleren Seitenaufbau mit einer besseren Unterstützung aktueller HTML- und JavaScript Standards kombiniert. Alternativ kann JavaFX in den Folgeversionen von Oracle’s Java oder auch unter OpenJDK nachinstalliert werden.