Mehr Software fürs Geld

Laurence Guiney, Senior Account Manager
BISCO Industries handelt mit elektronischen Bauteilen und Komponenten. Über 400 Mitarbeiter in 45 Niederlassungen in USA, Mexiko und Kanada beliefern Kunden aus Industrie, Luft- und Raumfahrt, Kommunikation, Seefahrt und Rüstung. BISCO entschied sich für BBj und Barista, um mit Unterstützung von BASIS Professional Services eine 20 Jahre alte PRO/5-Lösung fitt zu machen für die Zukunft.

Wie viele langjährige BASIS-Kunden stand auch Bisco Industries vor der Entscheidung, ihre über 20 Jahre alte, zwar völlig fehlerfrei funktionierende, aber veraltet aussehende BBx-ERP-Lösung zu modernisieren, um den wachsenden Bedarf nach neuen Funktionen zu befriedigen. Insbesondere verlangten die Nutzer immer lauter nach einer modernen grafischen Benutzeroberfläche, die leichter per Maus und Tastatur bedienbar ist, und es wurde ein besserer Zugang zu den Daten durch integrierte Reporting Tools gefordert. Die Geschäftsführung war wiederum an einer besseren Ausfallsicherheit interessiert, und wollte nicht mehr von einem Single-Server-System abhängig sein.


Als Brian Stover die Funktion des IT-Direktors bei Bisco übernahm, bestand seine erste Aufgabe darin, eine geeignete Lösung für die Modernisierung des Systems zu finden - entweder durch eine neue Software, oder durch eine Weiterentwicklung des vorhandenen Systems. Auf BASIS Roadshows, auf der TechCon und in persönlichen Beratungsgesprächen mit BASIS-Mitarbeitern informierte sich Brian rasch und intensiv über die Möglichkeiten der neuesten BBj-Generationen und entwickelte eine individuelle Strategie für Bisco.


Plan und Ausführung

Nach Abwägung der Möglichkeiten - mit BASIS-Technologie weitermachen oder auf ein neues System wechseln - entschied sich Stover für die logisch richtige Lösung. Bisco konnte die angestrebten Ziele mit der BASIS-Technologie schneller und leichter erreichen als durch die Einführung einer neuen Lösung, und minimierte gleichzeitig die negativen Einflüsse auf den laufenden Geschäftsbetrieb. Darüber hinaus war die BASIS-Lösung kosteneffizienter, erforderte weniger individuelle Programmierung und war mit weniger Lernaufwand verbunden.


Die Flexibilität von BASIS ermöglichte es Bisco, das ERP-System so zu migrieren, dass Kosten gespart, Terminpläne eingehalten und Risiken minimiert werden konnten. So konnte Bisco schnell die Früchte, d. h. eine größere Produktivität der Mitarbeiter, ernten.


Zunächst definierte Bisco zusammen mit BASIS Professional Services die ersten Ziele für den Übergang von PRO/5 nach BBj und für das erste Entwicklungsprojekt mit Barista. Es wurden drei Schritte definiert: 1. Das Upgrade von PRO/5 auf die neueste BBj-Generation, 2. Migration auf die neue 3-Tier-Architektur, die das zehn Jahre alte 1-Tier-System ersetzen sollte, und 3. Barista in einem Pilotprojekt zu evaluieren, und die alte ASCII-Oberfläche durch effizientere GUI-Masken und Abfragen zu ersetzen.


Upgrade auf BBj

Durch die Migration des alten PRO/5-Systems auf BBj kann BBj die Möglichkeiten der 3-Tier-Architektur nutzen. Neben den Vorteilen der Skalierbarkeit und größeren Zuverlässigkeit der 3-Tier-Architektur konnte Bisco nun auch die Kosten für eine zusätzliche Terminalemulations-Software einsparen und den BBj Thin Client per Webstart nutzen. Die Nutzer können beliebig viele gleichzeitige Sessions starten, ohne den User Count ihrer bestehenden Lizenz zu erhöhen. Dank der Zero Deployment-Eigenschaften von BBj können neue Nutzer nun viel schneller und einfacher ans System gebracht werden, was gerade für ein wachstumsorientiertes Unternehmen große Vorteile hat. BASIS bot Bisco auch Zugang zum erweiterten SQL-Support, zum GUI Formulardesigner und Unterstützung für AES 256-Bit Verschlüsselung. Sollte sich Bisco später entscheiden, neue mobile Anwendungen als Web Apps im Browser zu verwenden, steht dieser Weg dank BBjs BUI-Technologie problemlos offen.


Migration auf 3-Tier-Architektur

Vor der Migration liefen die Bisco-Anwendung und die Datenbank auf einem einzigen, fünf Jahre alten T5220 SUN Solaris-Server. Dieses System reichte für den Betrieb der ERP-Lösung zwar völlig aus, aber es gab keine Onsite-Redundanz. Jedes Serverproblem hätte das große Unternehmen mit einem zweistelligen Millionen-Umsatz zumindest vorübergehend zum Stillstand bringen können. Mit Unterstützung des BASIS Professional Services Teams implementierte Bisco eine 3-Tier-Architektur auf vier Dell PowerEdge R620-Servern mit Multicore 2,70 GHz-Prozessoren und Solid State Drives.


Einer der Server fungiert nun als Datenbankserver, die übrigen drei sind als load-balanced Application Server konfiguriert. Die Desktop-User bedienen die Anwendung über den BBj Thin Client via Webstart im Intranet. Wie Stover erklärt, “die Unterstützung durch BASIS war wirklich sehr gut. Der Umstieg von der Solaris-Maschine auf die 3-Tier Lösung mit Red Hat, die Konversion von PRO/5 nach BBj und das Entwicklungsprojekt mit Barista hätten ohne die Hilfe von BASIS Professional Services sicherlich doppelt so lange gedauert. BASIS hilft uns auch weiterhin, die Stolperfallen, die mit einem solchen Schritt verbunden sind, zu vermeiden. Unsere Fragen wurden immer zeitnah beantwortet, selbst wenn wir mit den Mitarbeitern in Europa zu tun hatten. Man fragt sich, ob diese Leute jemals schlafen.”


Die 3-Tier-Architektur macht die Bisco-Lösung nun wesentlich flexibler, leichter wartbar, transparent und skalierbar. Um die Verfügbarkeit des Systems noch weiter zu erhöhen wird Bisco demnächst einen zweiten Datenbankserver im Hochverfügbarkeitscluster implementieren, was den Datenzugriff von außen noch robuster macht.


Den Übergang mit Barista gemeistert

Um den Übergang vom ASCII-Bildschirm zur grafischen Benutzeroberfläche effizient zu gestalten, entschied sich Bisco für Barista als Entwicklungstool. In der ersten Phase wurde die alte Maske für die Warenannahme durch einen grafischen Screen ersetzt (Abb. 1).




Abb. 1:  Im Vergleich: Das Warenannahme-Menü im ASCII-Look und in der grafischen Version

Die neue Barista-Version des Suchsystems - intern “Z-Menü” genannt - bietet dem User eine grafische Maske für die Suche nach Kundeninformationen mit Sortierung, Suchfiltern und verschiedenen Wildcard-Suchmöglichkeiten. Abb. 2 zeigt die alte und neue Version des Z-Menüs im Vergleich.




Abb. 2: Das alte und neue Suchmenü mit verbesserten Funktionen

Mark Wright leitete bei Bisco als Entwickler die Migration nach GUI: “Die neue Warenannahme-Maske hat die Warenannahme im Lager wesentlich beschleunigt. Die Mitarbeiter dort können die Auftragsnummer jetzt nach Productcode bzw. Teile-Nr., Hersteller oder Lagerstelle aufrufen, indem sie einfach in das betreffende Feld klicken und ihre Suche - auch mit Wildcards -  präzisieren. Das ist nun ein Standard-Feature geworden, das alle Abteilungen haben möchten.” Wright fährt fort,” Beim alten Annahmeprozess musste der Nutzer vier verschiedene Bildschirme aufrufen, um die gleichen Funktionen abzurufen , die ihm jetzt in einer einzigen Barista Grid-Maske zur Verfügung stehen. Diese Zeitersparnis hat in einem unserer Auslieferungslager einen Mitarbeiter für andere Aufgaben befreit - in der Warenannahme werden jetzt nur noch drei Mitarbeiter statt vier gebraucht.”


Wright beschreibt ferner, wie Barista diesen komplett neuen Funktionsumfang dank seiner RAD-Fähigkeiten ermöglicht hat. “Mit BBj hätten wir diese Lösung genauso entwickeln können - allerdings wäre das wesentlich mehr Code zu schreiben, der Zeitaufwand deutlich höher gewesen. Mit Barista konnten wir die Maske dagegen in weniger als einer Stunde und mit nur wenigen zusätzlichen Codezeilen realisieren.”


“Wir haben außerdem einen vollständig neuen Prozess (Abb. 3) entwickelt, um Probleme in der Warenannahme nachzuverfolgen - komplett in Barista. Um diese Lösung zu entwickeln brauchte ich von Anfang bis Ende nicht einmal einen ganzen Tag  - inklusive der Suchmasken und individuellen Filter für alle Abteilungen. Wir brauchten auch praktisch keine Schulung für die Nutzer, da alle Barista-Masken automatisch das gleiche Look-and-feel besitzen.”


Abb. 3: Der “Receiving Problem Tracker” wurde mit Barista entwickelt

Durch die Verwendung von Barista profitierte Bisco von den automatisch erzeugten Grids, aber auch vom GUI Lookup-Grid, der eingebauten Filterfunktion, Sortierung, Druckvorschau und der Unterstützung zahlreicher Ausgabeformate wie PDF, XLS, CSV, XML und Google Docs, sowie der Möglichkeit, Dokumente zu faxen, mailen und zu archivieren. Um diese Funktionen zu nutzen brauchte Bisco lediglich ein paar Zeilen Code in der ASCII-Anwendung zu integrieren (Abb. 4).


Abb. 4: Mit diesem in der ASCII-Anwendung eingefügten Code erschloss sich Bisco zahlreiche Zusatzfunktionen.

Ein weiteres Bedürfnis erfüllt

Im Verlaufe des Projekts stellte sich noch ein weiterer Missstand heraus, den Bisco gemeinsam mit BASIS lösen konnte: Der vorhandene Webshop von Bisco interagierte mit der ERP-Lösung nicht optimal. Nachdem BASIS den AddonStore, eine auf BBj basierende Webshop-Lösung aus dem eigenen Hause, vorgestellt hatte, entschied Bisco, AddonShop als neues Online-Schaufenster für das ERP-System zu implementieren. Dieses nächste Projekt wird es nicht nur erlauben, das Aussehen ihrer Website mit geringem Aufwand zu aktualisieren und später auch bei Bedarf auszubauen, sondern bietet auch einige weitere Vorteile:


  • Der AddonStore erlaubt leichte Individualisierung aufgrund der konsequenten Trennung von Design und Code.

  • Der AddonStore basiert auf der gleichen BASIS-Technologie wie das interne System bei Bisco. Deshalb können die vorhandene Businesslogik und die Datenformate problemlos auch für den Shop verwendet werden (Der Shop wird seine Daten über die Replikations-Funktion erhalten)

  • Der AddonStore kann mit Hilfe von CSS weit einfacher als die bisherige Bisco-Website ergänzt und modifiziert werden.

Auch für dieses Teilprojekt, die Adaption und Individualisierung von AddonShop, hat sich Bisco wieder der Unterstützung durch das BASIS Professional Services-Team versichert. Es wird auch die Bisco-Mitarbeiter in der Wartung und Pflege der Website schulen. Die Bisco-Programmierer lernen also sehr effizient an genau der Technologie, für die sie später, im Alltag, zuständig sein werden.


Zusammenfassung

Nachdem die Entscheidung für die Modernisierung gefallen war, konnte Bisco seinen Mitarbeitern in kurzer Zeit erste Teile eines grafischen ERP-Systems präsentieren, das die Funktionalität der Legacy-Anwendung erhält, aber mit intuitiverer Bedienbarkeit und einem modernen Look-and-feel überzeugt. Durch das Upgrade auf BBj mit Unterstützung des BASIS Professional Services-Teams transformiert Bisco nun sowohl die interne Anwendung als auch die Website und macht sie funktionaler, attraktiver und benutzerfreundlich. Nun hat Bisco eine robuste und sichere IT-Lösung, und eine Serverlandschaft, die unbegrenzt Spielraum für das Unternehmenswachstum bietet.

Wenn Sie sich in einer ähnlichen Situation wie Bisco befinden und Wege suchen, um eine betagte IT-Lösung optisch zu modernisieren und funktional zu erweitern, dann nehmen Sie Kontakt zu BASIS Professional Services auf.


Hintergrund: